Elly Döring
Ich bin gebürtige Berlinerin und erhielt meinen ersten Geigenunterricht im Alter von fünf Jahren. Schon früh spürte ich, dass Musik für mich weit mehr ist als nur Klang, sie ist ein Ausdruck von Emotion, Verbindung und Tiefe. Bereits als Kind liebte ich es, Menschen mit meiner Geigenmusik zu berühren, bei Geburtstagen, Hochzeiten und Ausstellungseröffnungen sammelte ich erste Auftrittserfahrungen und spürte, wie Musik Räume öffnen kann.
Es folgten intensive Jahre mit Streichensembles und Orchestern, in denen ich unter der Leitung inspirierender Dirigenten wie Kent Nagano, Daniel Barenboim und Sir Simon Rattle musizieren durfte. Während meines Geigenstudiums an der Hochschule für Musik Nürnberg gewann ich mit dem Streichquartett ANIMA den 1. Preis beim Mozartwettbewerb in Nürnberg, eine Erfahrung, die mich musikalisch und menschlich geprägt hat.
Nach meinem Diplom zog es mich zurück in meine Heimatstadt Berlin, wo ich heute als freischaffende Musikerin lebe und arbeite. Ob solistisch, im Duo oder im Ensemble, ich gestalte musikalisch sehr unterschiedliche Anlässe: von Konzerten über Gedenkveranstaltungen bis hin zu privaten Feiern wie Hochzeiten und Trauerfeiern. Auftritte hatte ich u. a. im Schloss Schönhausen, in der UFA-Fabrik, im Löwenpalais und der Orangerie Charlottenburg.
Was mich in meinem musikalischen Wirken besonders bewegt, ist das Erleben von Musik im Hier und Jetzt, von Mensch zu Mensch, von Herz zu Herz. Musik ist für mich eine universelle Sprache, die jenseits der Worte wirkt. Ich suche nach Räumen, in denen sich Freude, Liebe, Dankbarkeit, aber auch Schmerz und Abschied entfalten dürfen, Orte, an denen Musik ein unsichtbares Band zwischen den Menschen knüpfen kann.
Gerade bei Trauerfeiern erlebe ich mich oft als musikalische Vermittlerin zwischen den Verstorbenen und den Hinterbliebenen. In diesen Momenten, in denen sich Trauer, Erinnerung und Liebe begegnen, entsteht ein besonderer Raum, ein Feld, in dem all das Platz haben darf: Abschied, Würdigung, Versöhnung, Trost. Es sind für mich zutiefst menschliche Augenblicke, in denen Musik das Unsagbare berührt.
Ausgewählte Auftritte (Auswahl):
- Mit Fran Healy (Travis) & Tim Rice-Oxley (Keane) im Lido Berlin, 2011
- Mit Fernando Miceli in der UFA-Fabrik, Berlin, 2014
- Mit Roman Avelin und Ensemble Uraufführung „Wiederkehr“, 2024
- Mit Leela Bernhardt im Löwenpalais, 2025
- Mit Friedemann Dittmar in der Orangerie Charlottenburg, 2025
Friedemann Dittmar
Friedemann Dittmar ist ein in Berlin lebender Pianist, Komponist und Multiinstrumentalist mit einer vielseitigen musikalischen Biografie, geprägt von klassischer Ausbildung und einer tiefen Leidenschaft für Jazz und zeitgenössische Klänge.
Geboren in eine musikalische Familie in Leipzig, kam Friedemann schon früh mit verschiedensten Instrumenten und Stilrichtungen in Berührung – von klassischer Orchestermusik über Pop bis hin zu Improvisationen in der Band seiner Geschwister.
Nach einem frühen Studium des Kontrabasses an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig entdeckte er in seiner Jugend den Jazz für sich und studierte später Jazzpiano an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, wo er mit Bestnoten abschloss.
Im Laufe der Jahre entwickelte er einen ganz eigenen Stil, der klassische Feinheiten mit jazziger Improvisation und moderner Songkunst verbindet.
Als Performer bewegt sich Friedemann genreübergreifend – von intimen Soloauftritten am Klavier über Indie-Tourneen bis hin zu kollaborativen Produktionen. Er komponierte Musik für Theaterproduktionen, spielte europaweit Konzerte und arbeitet aktuell an seinem Debütalbum.
Seine Live-Auftritte zeichnen sich durch emotionale Tiefe, stilistische Offenheit und ein feines Gespür für Atmosphäre aus – ob im Konzertsaal oder bei exklusiven Dinner-Events.